Verkaufsportale wie Amazon und eBay sind dazu gedacht, Gegenstände und Dienstleistungen an den Kunden zu bringen. Hier tummeln sich sowohl gewerbliche, als auch private Verkäufer, wobei die Grenzen hier immer mehr verschwimmen. Diese Portale haben für den Verkäufer den Nutzen, dass durch das Internet mehr potentielle Kunden angesprochen werden, als bei gewöhnlichen Auktionen. Es ist wesentlich einfacher Käufer für die entsprechenden Gegenstände und Dienstleistungen zu finden.

Unternehmen erkannten das Potential und versuchten Waren ebenfalls über diese Plattformen zu verkaufen; mit Erfolg. Amazon und eBay haben für Onlineverkäufer ein unglaubliches Potenzial. Im Gegensatz zur Suchmaschine Google suchen Interessenten in diesen Portalen gezielt Waren mit einer Kaufabsicht. Bei Suchmaschinen wie Google werden (noch) überwiegend Informationen gesucht.

Gewerbeanmeldung

Wer zu viele Sachen auf eBay verkauft, steht für das Finanzamt im Verdacht gewerblich zu handeln. Dann muss das eBay Mitglied eine Gewerbeanmeldung vornehmen. Hieraus ergeben sich dann Vor- und Nachteile für den Verkäufer.

eBay-Kosten

Gerade die eBay-Gebühren sind in den letzten Jahren angestiegen, weil das Geschäftsmodell angepasst wurde. eBay macht es seinen Verkäufern immer schwieriger Waren zu verkaufen, weil bei Konflikten Käufern mehr Rechte eingeräumt werden. Wer auf eBay als Verkäufer aktiv ist, zahlt pro eingestellte Produkt einen bestimmten Betrag, der sich am Start-Preis, der Kategorie und anschließend am Versteigerungswert orientiert. Die Kosten steigen weiter, wenn der Verkäufer verschiedene Extras wie eine bessere Platzierung oder ein „30 Tage Angebot“ erstellt.

Auch wenn eBay eine große Chance für viele darstellt, fallen monatlich eine Menge Kosten an, die der Verkäufer mit einkalkulieren muss. Diese Kosten stellen eine monatliche Belastung für den Verkäufer dar.

eBay- und Amazon-Kosten steuerlich absetzen

Gewerbsmäßige Verkäufer können die entstandenen eBay-Kosten als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen. Absetzbar sind die gesamten eBay-Kosten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es bei der Auktion zu einem Verkauf kam oder nicht. Für private Verkäufer ist ein Abzug als Betriebsausgabe aufgrund des fehlenden Gewerbes, nicht möglich.

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6 Kommentare

  1. Stefan Weil

    Hallo,

    wie sieht es hier mit den „Verkaufsprovisionen“ die sich Ebay einbehält aus? Kann ich diese auch als Ausgaben in der Steuererklärung deklarieren oder bleibe ich auf diesen Sitzen?

    Vielen Dank für Ihre Mühe

    Antworten

    • Sehr geehrter Herr Weil,

      die Verkaufsprovisionen, die Ebay einbehält, sind bei gewerblichen Verkäufern ebenfalls als Betriebsausgaben abzugsfähig.

      Antworten
  2. Mathias Schwarz

    ist dies noch aktuell?

    Ich möchte demnächst damit starten und suche derzeit alle Möglichkeiten um zu kalkulieren, ob sich überhaupt ein Start in diese Richtung wirtschaftlich lohnt.
    Ich muss ja kostendeckend arbeiten können.
    Gewerblich auf meheren Plattformen verkaufen ist mein Ziel. Mit eigener Sammel Internet-Präsenz. Um das zu beginnen merkt man schnell vorab, dies birgt doch ein paar mehr Kosten, die ich erstmal auslegen muss. Die monatlichen Gebühren machen mri am meisten Bauchschmerzen. wenn man das mal hochrechnet komme ich da schon auf ein paar tausend Euro.
    Die Premium-Modelle auf den jeweiligen Plattformen liegen schon im Hunderter Bereich pro Monat.
    Facebook wird wohl auch demnächst in Deutschland starten, ebenso Alibaba aus Asien. Ich bin mir sicher das hier ein sehr großer Konkurrenz-Kampf im Anmarsch ist.

    Sind sie sich absolut sicher, das ich bei der Jahressteuererklärung alle Gebühren als Sonderfall absetzen kann?
    Das heißt jeder Einzel-Verkauf, jede Zusatzoptionen-Rechnung, jede Gebührenrechnung aufbewahren muss, dann mit angeben und hoffen das diese mit der Steuer zurückkommen?
    Bis das alles berechnet und bearbeitet ist bin ich schon pleite 😀
    Wie lange dauert dies in der Regel bis es bearbeitet ist ?
    Haben die Steuerbüros asuch Fristen einzuhalten?

    Vielen Dank und liebe Grüße aus dem Norden

    Antworten
    • Steuerberaterin Susanne Schmidt

      Sehr geehrte Dame/Herr aus dem Norden,

      ich lese heraus, dass Sie ganz viele unterschiedliche Fragen haben.
      Daher möchte ich Ihnen gerne empfehlen, eine Existenzgründungsberatung in Anspruch zu nehmen.

      Antworten
  3. Mathias Schwarz

    Kostenpunkt der Beratung ?

    Antworten
    • Steuerberaterin Susanne Schmidt

      Das sollten wir am besten telefonisch besprechen.

      Antworten

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