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Grundsteuer: Neues Bundesmodell

Was ist die Grundsteuer?

Die Grundsteuer betrifft jegliches Baueigentum und wird unabhängig vom Eigentümer berechnet. Die Höhe der Steuern wird durch den Grundstückswert bestimmt und ist jedes Jahr aufs Neue fällig.

Wofür ist die Grundsteuer gedacht?

Grundstückseigentümer, egal ob bebaute oder unbebaute Grundstücke, leisten mit der Steuer Ihren Beitrag für die jeweilige Kommune. Die steuerlichen Einnahmen sind eine große Einnahmequelle für die Gemeinden und finanziert beispielsweise die regionale Infrastruktur.

Welche Arten der Grundsteuer gibt es?

Man unterscheidet zwischen der Grundsteuer A für agrarische Grundstücke der Land- und Forstwirtschaft und der Grundsteuer B für bebaute oder bebaubare Grundstücke. In Planung ist auch eine Grundsteuer C speziell für baureife und unbebaute Grundstücke. Diese geplante Art soll aus politischer Sicht zur Deckung des Wohnraumbedarfes beitragen.

Die Grundsteuerreform

Warum jetzt Neuerungen zur Grundsteuer?

Schon Mitte 2018 erklärte das Bundesverfassungsgericht die Einheitsbewertung für verfassungswidrig – doch warum? Bisher wurde die Grundsteuer anhand von Steuermessbeträgen ermittelt, die wiederum anhand von Einheitswerten berechnet wurden. Diese Wertverhältnisse sind nicht mehr aktuell, weil sich die daraus resultierenden Werte in den letzten Jahrzehnten sehr unterschiedlich entwickelt haben, ohne dass sich die Beträge änderten. Durch diese steuerliche Ungleichbehandlung wird der allgemeine Gleichheitssatz völlig missachtet.

Wie wird die Grundsteuer berechnet?

Bisher wurde der Grundsteuersatz aus dem Einheitswert, der Grundsteuermesszahl und dem kommunalen Hebesatz berechnet. Diese Faktoren erklären sich wie folgt:

  • Der Einheitswert ist die Bemessungsgrundlage (laut dem Bewertungsgesetz) für Grundstücke. Dieser liegt dem Verkehrswert meistens nicht wirklich nah und somit auch dem tatsächlichen Wert nicht wirklich. Vorgegeben wird dieser Wert vom zuständigen Finanzamt, doch wie wird der Wert berechnet? Bei unbebauten Grundstücken wird dieser Wert aus dem Bodenwert mal der Quadratmeteranzahl berechnet. Bei bebauten Grundstücken allerdings kommt das Ertragswertverfahren oder das Sachwertverfahren (wenn die Jahresrohmiete nicht berechnet werden kann), zum Einsatz.
  • Die Steuermesszahl wird dagegen von der Bundesregierung festgesetzt. Der Wert gibt an, wie viel prozentual von Einheitswert steuerpflichtig ist. Berechnungsgrundlage sind hier der Zweck des Grundstücks und das jeweilige Bundesland. Diese Zahl liegt in dem Bereich zwischen 0,26% und 1%.
  • Der kommunale Hebesatz (oder auch Grundsteuer-Hebesatz) wird durch den Gemeinderat einer jeweiligen Kommune vorgegeben. Dieser ist bei der Grundsteuer B meist etwas höher als bei der Grundsteuer A.

Nun soll im Rahmen der Grundsteuerreform das Bewertungsverfahren und besonders die Berechnung des Einheitswertes vereinfacht werden. Es sollen bei der Bewertung nun nur noch weniger Kriterien hinzugezogen werden wie die Grundstücksfläche, der Bodenrichtwert, die Art der Immobilie, das Alter des Gebäudes und die Mietniveaustufe.

Dadurch soll das Steueraufkommen allerdings nicht steigen, also keine höhere Grundsteuer generell, sondern nur fairer Bemessen werden. Um zu verhindern, dass es ansteigt, werden Steuermesszahl und Hebesätze von den Zuständigen gesenkt.

Wann müssen Grundstücke neu bewertet werden?

Bis zum 31. Oktober 2022 sollen dank des Ende 2019 verabschiedeten Bundesmodell alle Eigentümer ihr Grundstück neu bewertet haben und ihre entsprechende Steuererklärung mit dem neuen Grundsteuerwert abgegeben haben.

Das gesamte Verfahren der Bemessung und Neubewertung soll auf einer auf die neue Grundsteuererklärung angepassten digitalen Online-Plattform stattfinden. Von dort aus werden die neuen Werte für das Finanzamt übermittelt.

In Zukunft soll mit der Reform die Grundsteuer in ganz Deutschland einheitlich erhoben werden. Jedes Bundesland hat die Möglichkeit, durch eine Öffnungsklausel ein eigenes Grundsteuermodell zu verwenden, in NRW (Nordrhein Westfalen) ist das allerdings nicht der Fall.

Diese Neubewertung werden zum Großteil wir Steuerberater bearbeiten, da das Verfahren und alle rechtlichen Aspekte dennoch ziemlich umfangreich und komplex sind. Damit Sie nicht ein ungenaues Steueraufkommen aus einem Grundsteuer Rechner als Referenz heranziehen, sondern alle Vorgaben der Grundsteuer-Reform beachten und umsetzen, stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite bei der korrekten Berechnung Ihrer jährlichen Grundsteuer. 

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JobRad – Was muss ich über das Dienstfahrrad wissen?

Jeden Morgen fahren unzählige Menschen früh genug los, um pünktlich an Ihrem Arbeitsplatz anzukommen. In Großstädten fahren Angestellte manches Mal sogar noch früher, um noch einen der begehrten nahe gelegenen Parkplätze zu ergattern. Oft funktioniert dies aber trotz aller Bemühungen nicht, da viele andere Menschen genau die gleiche Idee haben. Also stehen viele erst einmal Ewigkeiten im Stau und kommt nicht vorwärts. Mit einem Fahrrad könnte der Arbeitsweg oft schneller zurückgelegen werden, da man von verstopfte Straßen einfach umgehen kann. Also wäre doch ein vom Arbeitgeber gestelltes Fahrrad viel sinnvoller als beispielsweise ein Dienstwagen.

Vorteile eines Dienstfahrrads

Das Fahrrad verhilft nicht nur pünktlich auf der Arbeit zu sein und sich nicht mehr auf die Suche nach einem Parkplatz zu machen, sondern es trägt auch zu einer verbesserten Gesundheit mit bei. Gerade Menschen mit Bürojobs haben oft Bewegungsmangel und könnten so ihren Körper aktiver fit halten. Zudem trägt man einen nicht unerheblichen Beitrag zum Klimaschutz bei, wenn man sich statt eines Dienstwagens für ein Dienstfahrrad entscheidet.

Wie funktioniert das Dienstrad-Leasing?

Bietet der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter ein Dienstrad zusätzlich zum Gehalt an, kann dieser das Fahrrad komplett steuerfrei nutzen. Dies gilt nicht nur für den Arbeitsweg, sondern auch für die private Nutzung. Dies hat zum Vorteil, dass Arbeitnehmer so im Vergleich zum herkömmlichen Kauf deutlich günstiger an ein hochwertiges Fahrrad kommen und somit viel Geld sparen können.

Die Auswahl des jeweiligen Fahrrads wird dem Mitarbeiter überlassen. Dabei kann der Mitarbeiter zwischen Stadtrad, Mountainbike, E-Bike, Pedelec, S-Pedelecs, Rennrad oder Lastenrad einschließlich leasingfähigem Zubehör wählen. Der Arbeitgeber kann aber eventuell eine Vorauswahl bestimmter Modelle getroffen oder eine finanzielle Obergrenze festgelegt haben.

Entweder trägt der Arbeitgeber die gesamten Kosten selbst oder er behält jeden Monat die Leasing-Rate für das Wunschrad vom Bruttolohn ein. Das Dienstrad wird also über eine sogenannte Gehaltsumwandlung oder als Gehaltsextra finanziert. In der Regel beläuft sich die Laufzeit eines Leasingvertrags über 36 Monate. Am Ende der Vertragslaufzeit kann der Mitarbeiter dann selbst entscheiden, ob er das Fahrrad zum Restwert kaufen möchte oder einen neuen Vertrag für ein anderes Fahrrad abschließt.

Wo kann man ein Dienstfahrrad leasen?

Es gibt inzwischen einige Unternehmen, die das Fahrradleasing sowohl in Geschäften als auch im Online-Shop anbieten. Hierzu gehören beispielsweise JobRad, Lease-A-Bike oder auch Mercator-Leasing. Pionier und derzeitiger Marktführer ist die JobRad GmbH, welche mit über 6000 Fachhandelspartner bundesweit kooperiert. Zu der Grundausstattung bei Jobrad erhalten Sie zusätzlich zu Ihrem Wunschrad die JobRad-Vollkaskoversicherung und die sogenannte Mobilitätsgarantie. Die Mobilitätsgarantie umfasst einen 24-Stunden-Notfallservice, eine deutschlandweite und über die EU hinausgehende Pannenhilfe, einen Abschleppservice nach Unfall oder Panne sowie die Rückfahrt oder ein Ersatzfahrrad. Optional kann Full Service und eine jährliche JobRad-Inspektion mit abgeschlossen werden.

Steuerlicher Vorteil mit Gehaltsumwandlung

Die steuerliche Gleichbehandlung von Dienstfahrrädern und Dienstwagen erfolgte im Jahr 2012. Inzwischen wird der geldwerte Vorteil eines Dienstrads per Gehaltsumwandlung nur noch mit 0,25% versteuert und als Gehaltsextra ist es sogar komplett steuerfrei.  

Bei der Gehaltsumwandlung wird ein Teil des Arbeitsentgelts in Form eines Sachbezugs umgewandelt. Das heißt, der Arbeitnehmer erhält sein Dienstrad, welches er auch privat nutzen darf und verzichtet dafür auf einen Teil seines Bruttogehalts. Dank der neuen Steuerregelung vom Januar 2020 gilt, dass nur 0,25 % der unverbindlichen Preisempfehlung auf volle einhundert Euro abgerundet, des geldwerten Vorteils versteuert werden müssen.

Dienstfahrrad als Gehaltsextra

Übernimmt der Arbeitgeber die gesamten Leasingraten und überlässt seinem Angestellten zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn statt beispielsweise einer Gehaltserhöhung ein Dienstrad als Gehaltsextra, so ist dieses für den Arbeitnehmer steuerfrei.

Finanzielle Vorteile ergeben sich auch für den Arbeitgeber, den mit dem Gehaltsextra ersparen Sie sich höhere Sozialversicherungsbeiträge, welche bei einer Gehaltserhöhung anfallen würden. Ebenso können Prämien, Weihnachtsgeld oder übertarifliche Löhne als Gehaltsextra umgewandelt und für das Fahrrad-Leasing verwendet werden.

Dienstfahrrad für Selbstständige

Selbstständige können ebenfalls vom Dienstrad-Leasing steuerlich profitieren. Sie fahren sowohl privat als auch zur Arbeit steuerfrei. Die monatlich anfallenden Leasingraten können als Betriebsausgabe geltend gemacht und somit abgesetzt werden.

Photo by Omar Yassen on StockSnap



EU-Kommission schlägt neue Agenda für die Unternehmensbesteuerung vor

Mit einer beispiellosen Ambition nach Überwindung der Pandemie, die allen europäischen Staaten viel abverlangt hat, versucht die EU-Kommission anhand eines strategischen Papiers eine Harmonisierung der Steuergesetzgebung für Unternehmen zu erreichen. Ziel des Vorschlages ist es, nachhaltiges Wachstum zu generieren, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Investionsbestrebungen zu fördern.

Veröffentlichung der Steuersätze

Großkonzerne sollen zukünftig in ihren Bilanzen ihre effektiven Steuersätze veröffentlichen. Der Balanceakt zwischen der EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten könnte größer nicht sein, wenn man sich die derzeitigen Steuersätze in den Mitgliedsstaaten näher ansieht. Der Spitzenreiter im europäischen Vergleich der Unternehmenssteuer ist Spanien mit einem Steuersatz von 35.1%, den niedrigsten Steuersatz hat Zypern mit 9,7%. Wie das Leibniz-Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung in seiner Studie feststellte, beträgt der Mittelwert der Steuerlast aller EU-Staaten zurzeit 23,7%.

Wenn schon, um eine Industrieansiedlung zu fördern, Städte in Deutschland kurzerhand den Gewerbesteuersatz halbieren, um ihrem Standort einen Vorteil zu verschaffen, dann soll eine EU weite Verordnung dazu führen, dass Facebook und Google ihre Geschäftstätigkeit in Irland aufgeben. Irland lockt nach wie vor mit einem Steuersatz für Unternehmen in Höhe von 14,7%.

Förderung von Investitionen

Weiterhin schlägt die Kommission in ihrem Papier vor, dass Unternehmen zukünftige Investitionen aus ihrem Eigenkapital finanzieren und weniger auf Fremdkapital durch Durchsetzung ihrer Expansionspläne setzen sollen. Um aber diese Verschuldungsanreize zu beseitigen, müsste sie den Ankauf von Anleihen öffentlicher und privater Schuldner einstellen und ihre 0 Zins Politik korrigieren. Sofern auch weiterhin trotz einer Inflationsrate von über 2%, sich die Geldpolitik nicht bewegt, werden die Unternehmen ihr Geld bei den Banken suchen und auch finden, dank des immer noch herrschenden niedrigen Zinsniveaus.

Die steuerliche Behandlung von Verlusten

Die Agenda der EU- Kommission schlägt auch vor, das Unternehmen Steuern auch über mehrere Jahre verrechnen können sollten. Hat ein Unternehmen vor der Pandemie rentabel gearbeitet und Gewinn erzielt, soll es die Verluste für die Jahre 2020 und 2021 mit den gezahlten Steuern verrechnen können. Von dieser Maßnahme würden besonders Kleinst-, Klein- und Mittlere Unternehmen profitieren, für die die EU-Kommission die Abkürzung KMU definiert hat.

Die Digitalabgabe

Nach der Einigung der G20 Staaten zur Einführung einer globalen Mindeststeuer von mindestens 15% wurde der Versuch der EU-Kommission, eine Digitalabgabe einzuführen, gestoppt. Besonders die Vereinigten Staaten von Amerika sprachen sich gegen eine Einführung aus. Die USA befürchtete, dass seine Unternehmen wie Google, Amazon, Apple und andere mehrfach zur Kasse gebeten würden. Ursprünglich sollte die Digitalabgabe dazu dienen, die Schulden des in der Pandemie aufgelegten Corona Hilfstopfs zu verringern. Bis zum Jahr 2026 sind in dem Topf 340 Milliarden Euro an nicht rückzahlbaren Zuschüssen und 386 Milliarden Euro an günstigen Krediten enthalten.

Die Gewinner und Verlierer der Agenda

Bei einer gemeinsamen Bemessungsgrundlage der Unternehmenssteuer, wenn sie realisiert würde, wären Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland die Gewinner. Aber am meisten zu verlieren hätte Irland, die Niederlande und Luxemburg. Was aber die größte Aufmerksamkeit verdient, ist die Tatsache, dass eine Einigung die Einstimmigkeit aller 27 Staaten voraussetzt.




Steuererleichterungen auf Grund der Corona-Krise

Seit März und April 2020 hat Corona (SARS-CoV-2) nicht nur im Gesundheitssystem für große Probleme gesorgt, sondern hat auch wirtschaftlich bei vielen Unternehmen seine Spuren hinterlassen. Der Themenbereich der Unterstützung für wirtschaftlich Betroffene der Covid-19-Pandemie ist groß. Uns erreichen viele Fragen zu Corona-Soforthilfen und zur steuerlichen Behandlung von Besonderheiten wie Kurzarbeit und Überbrückungshilfen. Betroffene Unternehmen und auch Privatpersonen steigen nicht mehr richtig durch und die Corona-Auswirkungen sind groß. Wir haben hier einen kurzen Überblick über einige steuerlichen Erleichterungen für Steuerpflichtige wegen der Corona-Pandemie zusammengefasst. Diese Erleichterungen sind für den Ausgleich von unmittelbaren wirtschaftlichen Schäden im Jahr 2020 und 2021 durch die Corona-Krise gedacht. Das Konstrukt ist sehr umfangreich, weswegen wir Ihnen hier nur einen kurzen Einblick in das Thema geben. Wir beraten Sie gerne detailliert zu diesem Thema.

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Überblick über die möglichen Steuererleichterungen

Zinsfreie Stundung von bis dahin fälligen Steuern

Von der Corona-Krise betroffene können bis zum 30.06.21 einen Antrag auf eine zinslose Stundung von bis dahin fällig werdenden Steuern stellen. Dazu zählen beispielsweise die Einkommensteuer, Körperschaftssteuer, Umsatzsteuer, Kirchensteuer und auch der Solidaritätszuschlag. Im vereinfachten Verfahren können die Steuern bis Ende September gestundet werden. Der Antrag kann allerdings erst nach der Festsetzung der jeweiligen Steuern gestellt werden. Dieser Prozess unterliegt allerdings strengen Voraussetzungen, anhand derer der kausale Zusammenhang mit der Corona-Krise erkennbar ist. Eine Verlängerung der Stundung ist unter bestimmten Voraussetzungen unter einer Ratenzahlungsvereinbarung möglich.

Vollstreckungsrechtliche Erleichterung

Eine weitere Steuererleichterung ist die vollstreckungsrechtliche Erleichterung, die Sie ebenfalls bis zum 30.06.21 beantragen können. Dadurch kann von der Vollstreckung der Steuern, die bis zu diesem Datum fällig geworden sind, abgesehen werden, und zwar ebenfalls bis Ende September. Dieser Prozess wird Vollstreckungsaufschub genannt. Auch hier zählen dazu beispielsweise die Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer, Umsatzsteuer, Kirchensteuer und ebenfalls der Solidaritätszuschlag. Im Zeitraum zwischen dem 19.05.20 und dem 30.09.21 können demnach Säumniszuschläge erlassen werden. Auch hier gibt es die Möglichkeit der Ratenzahlungsvereinbarung bei einer Verlängerung des Vollstreckungsaufschubes einschließlich dem Erlass der Säumniszuschläge. Dabei gelten die Grundsätze der Nachweispflichten für Vollstreckungsaufschüben.

Herabsetzung der Steuervorauszahlung

Wenn absehbar ist, dass der Gewinn aufgrund von sinkenden Umsätzen durch die Corona-Krise deutlich geringer ausfällt als angenommen, kann eine Steuervorauszahlung durch das Finanzamt herabgesetzt werden. Die Herabsetzung betrifft sowohl die Einkommens- als auch die Körperschaftssteuer inklusive des Solidaritätszuschlags und gewissen Fällen auch die Kirchensteuer. Außerdem betrifft es den Gewerbesteuermessbetrag zum Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlung. Um die Herabsetzung genehmigen zu lassen, müssen Sie einen Antrag stellen, um die Notwendigkeit für Ihr Unternehmen und dem Zusammenhang mit Corona zu begründen. Zu beachten ist hier unbedingt, ob die Einkünfte im laufenden Jahr wieder ansteigen.

Geminderte Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung

Es gibt eine Möglichkeit, die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung für die Dauerfristverlängerung bei der Umsatzsteuer gemindert festsetzen zu lassen. Dieses Unterfangen gilt für die Umsatzsteuer für das Jahr 2021. Die laufenden Vorauszahlungen können dabei teilweise bis ganz, also sogar bis auf 0€, festgesetzt werden. Die Dauerfristverlängerung bleibt auch dabei bestehen. Generell sollen die Finanzämter bis zum 31.12.21 von der Festsetzung nachträglicher Steuervorauszahlungen absehen, für Steuerpflichtige, die von der Corona-Krise wirtschaftlich betroffen sind. Sie müssen beachten, dass Sie dem zuständigen Finanzamt mitteilen müssen, falls Ihre Einkünfte 2021 positiver ausfallen als erwartet, damit die Vorauszahlungen dementsprechend angepasst werden können. Das ist dafür gedacht, dass Sie damit hohe Abschlusszahlungen für 2021 vermeiden können.

Wenn Sie zu einem dieser Themen oder auch zu anderen steuerlichen Themen zum Coronavirus Fragen haben, beantworten wir Ihnen diese gerne. Wir kümmern uns um Ihr Anliegen vom nicht klaren vorläufigen Verlustrücktrag bis hin zur zinsfreien Karenzzeit. Sprechen Sie uns einfach auf Ihr persönliches Anliegen an und wir versuchen gemeinsam steuerliche Maßnahmen zu ergreifen, um für Sie das Beste rauszuholen.

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Einkommenssteuererklärungspflicht bei Kurzarbeit

1 Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld

1.1 Aus Arbeitgebersicht

1.1.1 Doch wie melden Sie Kurzarbeit an?

1.2 Aus Arbeitnehmersicht

2 Bei Kurzarbeit: Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung 2020

2.1 Voraussetzungen für die Pflicht

2.2 Besonderheiten dieser Einkommenssteuererklärung

Im Jahr 2020 haben Millionen Menschen aufgrund der Corona-Krise nur noch Kurzarbeitergeld verdient. Das hat vielen Unternehmen geholfen, durch die Krise zu kommen, ohne viele Mitarbeiter entlassen zu müssen. Im April 2020 waren es laut Statista sogar über 6 Millionen Beschäftigte, die in Deutschland Kurzarbeitergeld bezogen. Steuerpflichtige Arbeitnehmer, die noch nie zuvor eine Steuererklärung abzugeben hatten, kamen dadurch oft in die Pflicht, dies dieses Jahr tun zu müssen.

Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld

Die sogenannte Kurzarbeit entsteht, wenn nicht genug Arbeit da ist, für eine komplette Auslastung der potenziellen Produktivität. Es gibt viele Voraussetzungen, die im Betrieb erfüllt sein müssen, um die Angestellten auf Kurzarbeitergeld einzustufen. Dazu zählt beispielsweise, dass mindestens 10% der Mitarbeiter mehr als 10% Entgeltausfall haben müssen. Außerdem müssen dafür in den meisten Fällen natürlich alle Überstunden abgebaut sein. Diese Festlegung gilt bis 31.12.21, wenn der Arbeitnehmer bis Juni 21 Kurzarbeitergeld erhalten hat.

Aus Arbeitgebersicht

Dem Betrieb wird ein Teil der Kosten des Entgelts für die Beschäftigten ersetzt. Zudem werden sogar Sozialversicherungsbeiträge (abzüglich der Arbeitslosenversicherung) pauschal zu 50% (vom 01.01.21 – 30.06.21) oder 100% (01.07.21 – 31.12.21) erstattet. Als Betrieb kann Kurzarbeitergeld bis zu 2 Jahre lang erhalten werden, außer es liegt eine Unterbrechung von mindestens 3 Monaten vor, dann beginnt die Zeitrechnung neu.

Doch wie melden Sie Kurzarbeit an?

  1. Bei Ihrer zuständigen Arbeitsagentur muss ein Formular ausgefüllt werden, damit bestimmt werden kann, dass in Ihrem Betrieb Kurzarbeit notwendig ist. Dann wird geprüft, ob Sie dafür zulässig sind, also alle Voraussetzungen erfüllen.
  2. Sie müssen weiterhin sowohl Gehälter für geleistete Arbeitsstunden als auch das Kurzarbeitergeld zahlen.
  3. Jeden Monat müssen Sie dann die Erstattung des Kurzarbeitergeldes beantragen. Wenn der Antrag bewilligt wird, wird Ihnen das entsprechende Geld für den vergangenen Monat ausgezahlt.

Aus Arbeitnehmersicht

Das Kurzarbeitergeld soll einen Verdienstausfall möglichst ausreichend ausgleichen. Zudem ermöglicht es den Betrieben, wie schon erwähnt, Sie als Arbeitnehmer zu halten. Für Sie als Angestellten bedeutet die Situation, dass die regelmäßige Arbeitszeit gekürzt wird und Sie somit auch weniger verdienen. Die Summe des Kurzarbeitergehalts hängt von Ihrem normalen Netto-Einkommen ab.

Beschäftigte bekommen ca. 60% ihres Netto-Einkommens als Kurzarbeitergeld. Ab dem 4. Monat kann sich das Kurzarbeitergeld erhöhen, auf 70%, allerdings nur, wenn der Entgeltausfall mindestens 50% beträgt. Ab dem 7. Monat wird es dann noch mal um 10% aufgestockt. Angestellte mit Kindern bekommen ein etwas höheres Kurzarbeitergeld, es besteht jeweils 7% mehr Anspruch. Die Erhöhung gilt nur, wenn die Beschäftigten spätestens im März 2021 erstmalig Kurzarbeitergeld gezogen haben, sowie nach einer Unterbrechung von mindestens 3 Monaten nach April.

Bei Kurzarbeit: Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung 2020

Sie brauchten nie eine Steuererklärung abzugeben? Wenn im Jahr 2020 Kurzarbeitergeld bezogen wurde, kann die Abgabe in 2021 für betroffene Arbeitgeber verpflichtend sein. Daher möchten wir Sie hier kurz aufklären, wann das der Fall ist und was Sie beachten müssen.

Voraussetzungen für die Pflicht

Wenn Sie im Jahr 2020 Lohnersatzleistungen von über 410€ erhalten haben, müssen Sie dieses Jahr die Steuererklärung 2020 abgeben. Die Abgabe muss dann bis zum 02.08.21 bei Ihrem zuständigen Finanzamt erfolgen. Mittlerweile geht die Übermittlung einfach und unkompliziert online über „Mein ELSTER„. Was allerdings nicht so einfach ist, ist die Erstellung der Steuererklärung, wenn Sie noch nie eine abgeben mussten. Dabei unterstützen wir Sie gerne, die steuerliche Auswirkung im Blick zu behalten, damit Sie steuerlich das Beste aus der Situation für sich rausholen können. Eine Steuernachzahlung lässt sich womöglich nicht verhindern allerdings kann es förderlich sein, alle Faktoren zu kennen, um die steuerliche Belastung zu optimieren.

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Besonderheiten dieser Einkommenssteuererklärung

Wenn eine Lohnersatzleistung gezahlt wird, ist sie bis zu einer bestimmten Summe steuerfrei. Das gleiche gilt übrigens auch für andere Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld, Transfer- sowie Saison-Kurzarbeitergeld. Es handelt sich dabei in der Regel um steuerfreies Einkommen. Damit Sie sich nicht wundern, wieso es sein kann, dass Sie etwas nachzahlen müssen, erklären wir im folgenden Abschnitt die Ursache.

Wenn allerdings Arbeitslosengeld (nach dem SGB III), Elterngeld, Krankengeld oder andere Entschädigungen für den Verdienstausfall nach dem Infektionsschutzgesetz hinzukommen, handelt es sich um den Progressionsvorbehalt. Diese Leistungen werden demnach bei der Ermittlung des Steuersatzes mit einbezogen. Dieser berechnete Steuersatz wird dann auf die tatsächlich steuerpflichtigen Einkünfte angewendet und in der Einkommensteuer gewichtet, also das ohne die jeweiligen Lohnersatzleistungen. Durch diese Berechnung kann sich ein höherer Steuersatz ergeben, der auf das zu versteuernde Einkommen angewendet wird. Es kann dadurch für Sie zu einer Nachzahlung an das Finanzamt kommen.

Wir hoffen, dass wir die meisten häufigen Fragen in diesem kurzen Überblick klären konnten. Durch die Corona-Pandemie sind für die Einkommenssteuererklärung einige Aspekte hinzugekommen, die beachtet werden müssen. Gemeinsam können wir Ihre steuerliche Belastung im Blick behalten und Ihre steuern trotz Kurzarbeitergeld optimieren.

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Digitale Steuerkanzlei

Wir sind mitten in der digitalen Entwicklung bzw. dem digitalen Wandel unserer Branche. In den letzten Jahren schon haben wir die Digitalisierung in Bezug auf die Steuerbranche bemerkt und dies ist eine stetiger Prozess. Jedes Unternehmen steht nun nicht mehr nur vor der Herausforderung Ihrer Mandanten, sondern zusätzlich auch noch vor der Digitalisierung der Kanzlei. Diese Herausforderung ist allerdings nicht unbedingt negativer Natur, sondern steckt auch voller Vorteile und Chancen für die Kanzlei. Durch die Digitalisierung einiger Prozesse kann die Arbeit eines Steuerberaters deutlich effizienter und einfacher machen.

Digitale Steuerberatung bedeutet nicht nur, Sie durch Mails und über unseren Blog auf dem Laufenden zu halten oder die passende Hardware auch im Homeoffice zur Verfügung zu haben. Es sind viele verschiedene Prozesse, die digitalisiert den Arbeitsablauf erleichtern können.

In diesem Artikel erläutern wir kurz und knapp die Bereiche der Steuerberatung, die ein digitaler Prozess unterstützen kann. Denn nicht nur die digitale Buchhaltung ist heutzutage ein Aspekt, sondern besonders auch die Datensicherung und der Datenzugriff in Echtzeit. Natürlich wird für den Prozess der digitalen Kanzlei das nötige Know-how benötigt, um unseren Mandanten einen idealen Prozess zu bieten, sowohl aus dem Büro als auch aus dem Homeoffice.

Ihre digitalisierte Buchhaltung

Besonders in diesem Bereich ist die Digitalisierung schon weit fortgeschritten. Schon lange werden Aufgaben der Buchführung von elektronischen Programmen übernommen. Das automatische Auslesen durch die OCR-Erkennung und die Erfassung von Bankdaten waren früher manuelle Aufgaben des Buchhalters. Heute ist diese Position nicht mehr da, um alles händisch einzugeben, sondern zu prüfen, zu korrigieren und zu bestätigen. Das ermöglicht dem Buchhalter eine erhebliche Zeitersparnis und somit Zeit für wichtigere Aufgabenbereiche. Das DATEV-Portal bietet für die Buchhaltung eine kombinierte Lösung.

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen schon die digitale Buchführung eingeführt haben, ergänzt das unser System optimal. So können Sie uns Dokumente in elektronischer Form zukommen lassen, das ist oft organisierter und Informationen können nicht so schnell untergehen.

Die Organisation unserer Arbeitsabläufe

In einer digitalen Kanzlei werden natürlich alle Dokumente digital und somit revisionssicher abgelegt. Zum Einen ist das umweltschonender als der ständige Papierkram und zum Anderen natürlich auch viel praktischer und bringt eine hohe Zeitersparnis bei der Suche nach einem bestimmten Dokument mit sich. Das gilt auch für Dokumente, die in Papierform in die Kanzlei kommen, diese werden eingescannt und ebenfalls hochgeladen.

Nicht nur für die gesamte Organisation der Kanzlei und der Mitarbeiter untereinander ist diese Form der Digitalisierung vorteilhaft, sondern auch für jeden einzelnen Mitarbeiter. Die To-Do-Liste ist jetzt ebenfalls digital sowie die Eingangspost. So ist man auch nicht zwingend an den Schreibtisch gefesselt für manche Bürotätigkeiten und kann sie bequem vom Tablet aus unterwegs erledigen oder vom Laptop im Homeoffice.

Besonders in solch ungewöhnlichen Zeiten, wie einer weltweiten Pandemie, ist dieser Faktor entscheidend. Wenn alles online gesichert ist und so auch übertragen werden kann, ist man unabhängig vom Ort. Papierkram muss nicht mehr zur Post gebracht werden und man kann durch die digitale Archivierung auch aus dem Homeoffice auf alle Unterlagen zugreifen.

Nutzung einer Cloud

Sensible Daten online zu speichern erfordert eine hohe Datensicherheit. Deswegen werden Ihre betriebswirtschaftlichen Daten bei uns auf einen sicheren Server innerhalb Deutschlands hochgeladen. Dazu wird der Support von kompetenten und hochqualifizierten Mitarbeitern übernommen. Die Vorteile sind im vorherigen Kapitel ausreichend erläutert. Damit die Nutzung einer Cloud für Ihre Unternehmen online kein Risiko darstellt, setzen wir alles daran, Ihre Daten zu schützen und so optimal wie möglich zu sichern.

Lohnabrechnung digital vereinfachen

Eine digitale Lohnsoftware kann die nötigen Daten nicht nur direkt zum Finanzamt übermitteln, sondern auch zur Sozialversicherung und der Berufsgenossenschaft, wenn es nötig ist. Das schafft weniger Arbeit für Sie und auch für die jeweiligen Stellen. Solch eine Software dient allerdings auch dazu, Ihnen Ihre individuellen Lohnabrechnungen online zur Verfügung zu stellen. Sie haben also nicht mehr diesen lästigen Papierkram Zuhause und haben alles an einem Ort griffbereit, wenn Sie die Dokumente in Zukunft benötigen.

Einkommensteuererklärung ganz einfach zusammenstellen

Für die Einkommenssteuererklärung sind einige Fakten und Zahlen nötig, es dauert eine Weile diese vollständig Ihrer Steuerkanzlei zur Verfügung zu stellen. Dank einer Schnittstelle im DATEV-Portal geht das jetzt etwas einfacher. Es gibt gewisse Daten, die schon digitalisiert sind und sich somit einfach einlesen lassen.

Einige der Daten sind dem Finanzamt schon bekannt, wie zum Beispiel Arbeitslosengeld und Krankengeld sowie auch die Basisrentenbeträge. Weitere Rentendaten und beispielsweise Krankenkassenbeiträge können nun allerdings auch als digitale Belege zur Verfügung gestellt werden und zur Auswertung übernommen werden.

Der Einkommenssteuerbescheid kommt nach wie vor per Post, die Prüfung kann mittlerweile allerdings schon vorzeitig im System vorgenommen werden, da die Daten zusätzlich elektronisch übermittelt werden.

Weitere Informationen zu unseren Tätigkeitsbereichen finden Sie hier.




Die ordnungsgemäße Kassenführung/ offene Ladenkasse/ Zählprotokoll

Was gehört zu einer guten Kassenführung?

Hierbei gibt es viele verschiedene Meinungen. Bei einer offenen Ladenkasse muss definitiv ein Kassenbericht vorgelegt werden. Die Diskussion, ob denn ein Zählprotokoll bei offenen Ladenkassen auch erforderlich ist, hat der Bundesfinanzgerichtshof erst im Februar 2016 beendet: ein Zählprotokoll ist für eine ordnungsgemäße Kassenbuchführung nicht nötig.

Was sagt der Beschluss genau?

Der Bundesfinanzgerichtshof hat beschlossen, dass eine Kassenführung bei einer offenen Ladenkasse dann ordnungsgemäß ist, wenn ein täglicher Kassenbericht geführt wird. Der Kassenbericht erfolgt durch das Auszählen der Bareinnahmen. Das umstrittene Zählprotokoll, welches die genaue Stückzahl von den eingenommenen Gelscheinen und Geldmünzen auflistet, ist nicht erforderlich. Somit wird bei Kassenschluss lediglich der Kassenbestand gezählt, Anfangsbestand und Privateinlagen abgezogen, sowie Privatentnahmen wieder addiert. Durch diese Rechnung ergibt sich dann die Tageslosung, welche die steuerpflichtige Tageseinnahme ist. Dieses Verfahren muss jedoch lediglich für offene Kassen angewendet werden. Bei elektronischen Kassen kann das System selbstständig die Tageseinnahmen errechnen. Um dies zu überprüfen, wird verlangt, dass die Kasse nochmals persönlich ausgezählt wird.

Unser Fazit

Auch wenn der Bundesfinanzgerichtshof ein Zählprotokoll bei offenen Ladenkassen als nicht notwendig eingestuft hat, können wir Ihnen nur empfehlen, es dennoch zu führen. Somit haben Sie bei einer Betriebsführung für jeden Tag und Kasse einen Nachweis über die Zählung – und somit über die steuerpflichtigen Einnahmen. Wenn Sie dieses Protokoll nicht haben, müssen Sie den Prüfer anderweitig von der Zählung der Kasse überzeugen. In diesen Situationen zahlt es sich aus, den geringen Aufwand eines Zählprotokolls anzunehmen, um bei einer Überprüfung auf der sicheren Seite zu sein.

Folgen bei nicht ordnungsgemäßer Kassenführung

Bei einer nicht ordnungsgemäßen Kassenführung wird das Finanzamt Schätzungen vornehmen. In diesen Schätzungen werden Besteuerungsgrundlagen, jedoch nicht die Steuern selbst ermittelt. Das Finanzamt führt diese Schätzungen durch, wenn keine Steuererklärungen oder andere Aufzeichnung abgegeben werden oder diese lückenhaft sind. Das Ergebnis sind häufig heftige Steuernachzahlungen, die sogar existenzbedrohende Ausmaße annehmen können. Gerne beraten wir Sie in Ihrer individuellen Situation zum Thema ordnungsgemäße Kassenführung.




Mehr Elterngeld durch einen Steuerklassenwechsel erzielen

Verheiratete Paare, die ein Kind erwarten, können durch einen Wechsel der Steuerklasse viel Geld einsparen und sogar ein höheres Elterngeld erzielen – und das ganz legal. Wichtig ist, dass der Steuerklassenwechsel vor der Geburt durchgeführt wird. Wie der Spar-Trick genau funktioniert und was dies für Auswirkungen haben kann, erfahren Sie im weiteren Blogeintrag.

Die Steuerklassen

Bevor wir Ihnen den Trick mit dem Steuerklassenwechsel erklären, wollen wir zunächst kurz über die Steuerklassen selbst sprechen. Jeder Arbeitnehmer in Deutschland wird je nach Familienstand in eine von sechs Lohnsteuerklassen zugeordnet. Diese Zuordnung erfolgt durch das Finanzamt. Die Lohnsteuerklasse 1 wird automatisch Alleinstehenden zugewiesen. Alleinerziehende werden der Lohnsteuerklasse 2 zugeordnet. Haben Arbeitnehmer jedoch mehrere Jobs, bekommen diese für den zweiten Job Steuerklasse 6 zugeordnet. Verheiratete Paare können zwischen drei Kombinationen der Lohnsteuer aus den Klassen 3, 4 und 5 wählen. Wenn ein Partner mehr als der andere verdient, sollte derjenige, der mehr verdient, in Steuerklasse 3 sein und der geringer verdienende Partner sollte in Steuerklasse 5 sein. Verdienen Partner ungefähr gleich viel, können zwei Mal die Steuerklassen 4 kombiniert werden. Die letzte Kombination besteht aus Steuerklasse 4 und der Steuerklasse 4 mit Faktor. Hierdurch können Steuernachzahlungen vermieden werden.

Wie Sie Steuern durch einen Wechsel der Lohnsteuerklasse einsparen

Ein Wechsel der Lohnsteuerklasse ist gerade vor einer Geburt sehr sinnvoll. Denn so kann das Elterngeld erhöht werden. Eltern- und Mutterschaftsgeld richten sich nach dem Nettoverdienst der letzten zwölf Monate vor der Geburt. Hierbei wird der Nettoverdienst des Elternteils berücksichtigt, der die Kinderbetreuung überwiegend übernimmt. Daher sollte der Elternteil, der nach der Geburt zu Hause bleibt und Elterngeld beziehen wird, in eine günstigere Steuerklasse wechseln. Denn je höher das Nettoeinkommen ist, desto höher wird auch das Elterngeld berechnet. Zwar muss bedacht werden, dass in der ersten Zeit nach dem Wechsel weniger Nettoeinkommen für das Paar zur Verfügung steht. Allerdings kann dies im Nachhinein durch Steuererklärungen ausgeglichen werden.

Was Sie sonst noch wissen müssen

Um die Steuerklasse wechseln zu können, müssen Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt den „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten“ ausgefüllt vorlegen. Damit der Wechsel gelingt, muss der Antrag sieben Monate vor dem Monat, in dem der Mutterschutz beginnt, beantragt werden. Gesetzlich wurde der Steuerklassen-Trick schon 2009 vom Bundessozialgericht anerkannt. Allerdings hat eine Gesetzesänderung 2013 dafür gesorgt, dass der Steuerklassenwechsel zur Erhöhung des Elterngeldes erschwert wurde. Wir beraten Sie gerne zu Ihrer persönlichen Situation in unserem Essener Büro.




Betriebswirtschaftliche Beratung

Über die steuerliche Beratung hinaus helfen wir unseren Mandanten bei betriebswirtschaftlichen Entscheidungen. Hierbei bearbeiten wir kleine sowie komplexe Aufgaben.

steuerkettwig_6Mindestumsatz / Mindestgewinn

Um wirklich nachhaltig wirtschaften zu können muss ein Unternehmen Gewinn erwirtschaften. In der Praxis fällt uns auf, dass Unternehmer bei immer mehr zunehmenden Kosten den Überblick verlieren. Wir rechnen vor, welcher Umsatz täglich, monatlich und jährlich erwirtschaftet werden sollte. Mit diesen Zahlen weiß der Unternehmer, was er täglich tun muss, um sein Unternehmen am Laufen zu halten. Durch die Reduzierung auf eine verständliche Summe kann ein Unternehmer einfacher handeln. Zu viele Kennzahlen, die es in der Betriebswirtschaft gibt, sind zwar wichtig, hindern einen Kleinunternehmer aber im Tagesgeschäft voranzukommen. Beim Mindestumsatz oder Mindestgewinn berücksichtigen wir voraussichtliche Steuerzahlungen wie auch freiwillige Rücklagen.

Finanzierung

Muss kurz-, mittel- oder langfristig Kapital beschafft werden, um zum Beispiel Investitionen zu tätigen, führt oft kein Weg an einer Bank und einem Kredit vorbei. Wir bereiten unsere Mandanten auf das Gespräch vor und geben wichtige Unterlagen zur Hand. Auf Wunsch gehen wir als kompetenter Berater mit zu ihrer Bank. Sollte der Kreditantrag scheitern, helfen wir bei anderen Finanzierungsmöglichkeiten weiter. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten können sein:

  • Förderprogramme
  • Bürgschaften
  • Leasing
  • Factoring
  • Lieferantenkredite
  • Mezzanine
  • Private Equity

Existenzgründung

Gründern helfen wir in der Gründungsphase bei verschiedenen Dingen weiter. Wir überprüfen die Buchhaltung, geben wichtige Tipps. Empfehlen Ihnen sachliche und notwendige Schritte, wenn Sie ein junges Start-up sind. Ihr erster Schritt, wenn Sie ein Unternehmen gründen wollen, sollte der Gang zum Steuerberater sein.

Geschäftsidee

Zuerst gehen wir mit dem Gründer seine Geschäftsidee durch und stellen gezielt Fragen, sodass aus seiner Idee ein starkes Unternehmen mit klaren Zielen wird. Dabei zeigen wir positive wie auch negative Dinge in seiner Idee auf.

Meilensteine

Weil die Gründungs- und Anfangsphase ein langer Prozess ist, erstellen wir gemeinsam auf der Geschäftsidee Meilensteine als Zwischenziele. So erreichen Sie Ihre Ziele deutlich besser und angenehmer.

Finanzierung und Kalkulation

Wir erstellen eine detaillierte Vorkalkulation, damit der Gründer weiß, mit welchen Kosten sein Vorhaben verbunden ist. Mit Hilfe der Vorkalkulation kann ein Soll/Ist-vergleich gemacht werden. Dieser Vergleich hilft dem Gründer besonders in der Anfangsphase. Auf diese Weise können wir Sie beraten, ob und wann sich welche Investitionen bei der Gründung lohnen. Um die Kosten tragen zu können, muss nach einer entsprechenden Finanzierung geschaut werden, die je nach Umfang des Vorhabens unterschiedlich sein kann.

Gründung und Rechtsform

Bei der Firmierung stehen wir dem Gründer zur Seite und beraten ihn umfassend über alle Möglichkeiten. Dabei zeigen wir immer alle Vor- und Nachteile der jeweiligen Rechtsformen auf. Anschließend helfen wir bei der Gewerbeanmeldung und dem Gang zum Notar.

Nach Gründung

Nach der Gründung stehen wir dem Jungunternehmer bei Steuererklärungen und Steuerberatung zur Seite. Ansonsten sind wir Ihr Ansprechpartner, wenn Sie Fragen zu steuerrechtlichen Punkten haben oder nicht wissen, wie Sie eine Rechnung ins Ausland behandeln können.

Unternehmensanalyse

Als Steuerberater erstellen wir Steuererklärungen und Jahresabschlüsse aufgrund der zur Verfügung gestellten Daten aus Ihrem abgeschlossenen Betriebsjahr. Dabei ist die Vergangenheit nicht unbedingt ausschlaggebend für die Zukunft des Unternehmens. Wir analysieren das Unternehmen und stellen Stärken und Schwächen auf. Nach der Analyse kann ein Konzept erarbeitet werden, wie die Stärken ausgebaut und Schwächen verringert werden können.

Mit unserer Hilfe können Ausgabe minimiert und Einnahmen maximiert werden.




Jahresabschluss

Der Jahresabschluss ist ein wichtiger Bestandteil für das Unternehmen. Mit dem Jahresabschluss wird eine Bilanz mit Gewinn-und-Verlust-Rechnung (G+V) oder eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) erstellt, die unter anderem für Banken als Grundlage für Kreditentscheidungen dient. Die Bilanz oder EÜR, dient als Beweis für das Geschäftsjahr vor Gericht und für weitere Finanzierungszwecke. Nach dem Steuergesetz ist jedes Unternehmen verpflichtet eine Bilanz oder (unter bestimmten Voraussetzungen) eine Einnahmenüberschussrechnung aufzustellen.

Im Rahmen des Jahresabschlusses können wir bei folgenden Aufgaben behilflich sein:

2013-07-04-16.50.15Erstellung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV)

Wir rechnen die Erträge und Aufwendungen zusammen und berechnen den Gewinn oder den Verlust des Unternehmens. Die G+V ist der erste Schritt zur Bilanzerstellung.

Erstellung der Steuer- und Handelsbilanz

Auf Grundlage der Daten aus der Finanzbuchhaltung erstellen wir Steuer- und Handelsbilanzen. Aus Kostengründen versuchen wir immer eine Einheitsbilanz zu erstellen.

Erstellung des Anhangs

Kapitalgesellschaften sind über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Bilanz verpflichtet, einen Anhang zu erstellen. Der Anhang erläutert dabei kurz, wie es sich mit bestimmten Posten in der Bilanz verhält. So zum Beispiel, wenn Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen und wie hoch diese sind.

Erstellung des Lageberichts

Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen zusätzlich zum Anhang, Gewinn- und Verlust-Rechnung und Bilanz einen Lagebericht erstellen. Der umfassende Lagebericht erklärt die momentane Situation des Unternehmens mit Überblick zur Marktlage.

Erstellung Einnahmenüberschussrechnung (EÜR)

Wenn das Unternehmen nach dem Gesetz von der Erstellung einer Bilanz befreit ist wird stattdessen eine Einnahmenüberschussrechnung erstellt. Hierbei wird nach Absprache versucht, nach steuerlichen Möglichkeiten, den Gewinn zu erhöhen oder zu verringern. Dies kann, je nach Situation des Unternehmers, mit Hinblick auf sein zukünftiges Vorhaben von Vorteil sein.

Anlagenverzeichnis

Im Anlagenverzeichnis werden alle Anlagen aufgelistet, die das Unternehmen besitzt oder welche produziert worden sind. Anhand dieses Verzeichnisses werden die Zu- und Abgänge festgehalten und später die steuerrelevanten Abschreibungen vorgenommen.

Jahresabschlussbesprechung

Der Jahresabschluss wird mit dem Mandanten genau besprochen. Sollten irgendwelche offenen Fragen bestehen, klären wir diese und halten Sie immer auf dem Laufenden.

Veröffentlichung

Ist das Unternehmen publizitätspflichtig werden die entsprechenden Veröffentlichungen von uns im Bundesanzeiger vorgenommen.