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Steueränderungen 2022: Was hat sich geändert?

Mit 2021 lassen wir mit der Pandemie, der Wahl einer neuen Regierung und vielem mehr ein turbulentes Jahr hinter uns und wie zu jedem neuen Jahr haben sich auch für das Jahr 2022 so einige Steueränderungen ergeben. Große oder einschneidende Steueränderungen 2022 gibt es zwar nicht, aber jede Einkommensklasse ist von ihnen betroffen, manche mehr, manche weniger.

  1. Freigrenze für Sachbezüge angehoben

    Seit fast 2 Jahren hat sich durch Corona in unserem Alltag einiges geändert, allerdings gibt es mit den neuesten Steueränderungen auch wieder kleinen Grund zur Freude für Arbeitnehmende. Zuwendungen und Aufmerksamkeiten des Arbeitgebers – sogenannte Sachbezüge – sind seit Jahresbeginn bis zu einem Wert von 50 € (vorher 44 €) nicht länger sozialversicherungspflichtig. Davon gedeckt sind etwa Gutscheine oder Nahrung. Obacht: Überschreiten Sie innerhalb eines Monats die 50€-Marke, sind sämtliche Sachbezüge des Monats sozialversicherungs- und lohnsteuerpflichtig.

  2. Jährlicher Anstieg des Mindestlohns

    Mit der Einführung des Mindestlohns ist dieser auch in den meisten Jahren nach seiner Einführung gestiegen, so auch dieses Jahr. Um 22 Cent von 9,60 € auf 9,82 € und zum zweiten Halbjahr ist auch schon die nächste Erhöhung geplant. 10,45 € wird der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn dann betragen. Setzt die Regierung den Koalitionsvertrag wie geplant um, ist im Oktober sogar noch eine dritte Erhöhung auf 12 € zu erwarten. Für Minijobber steigt mit dem 12 € Mindestlohn auch die monatliche Grenze von 450 € auf 520 €.

  3. Grundfreibetrag soll kalter Progression entgegenwirken

    Um der kalten Progression entgegenzuwirken, entschloss die Bundesregierung am 16. März, den Grundfreibetrag rückwirkend ab dem 01. Januar des Jahres auf 10.347 € zu erhöhen. So werden vor allem Menschen mit geringeren Einkommen entlastet. Ursprünglich ist der Grundfreibetrag zu Beginn des Jahres von 9.744 € auf 9.984 € gestiegen, die Folgen der Pandemie und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine bewegte die Bundesregierung zu diesem Schritt.
    Sind Sie zu Unterhaltszahlungen verpflichtet, können Sie künftig einen größeren Anteil Ihrer Zahlungen steuerlich absetzen. Mit dem neuen Grundfreibetrag ist nämlich auch der Freibetrag für Unterhaltszahlungen angestiegen.

  4. Neuer Höchstbetrag für die Altersvorsorge

    Seit 2022 erhalten Menschen, die sich frühzeitig für die Zeit nach dem Arbeitsleben absichern wollen, weitere Vorteile, die die Altersvorsorge erleichtern. Der Anteil für abzugsfähige Altersvorsorgeaufwendungen steigt um zwei Prozent von den 92 % des Vorjahres auf 94 %. Damit können Alleinstehende ab diesem Jahr bis zu 24.101 € als Sonderausgaben steuerlich geltend machen.

  5. Gesenkte Umsatzsteuer in der Gastronomie

    In der Gastronomie gilt die während der Pandemie erlassene Umsatzsteuer von 7 % statt 19 % nun für das gesamte Jahr. Die gesenkte Steuer gilt allerdings nur Speisen, Getränke sind von ihr ausgenommen.

  6. Vereinfachter Zugang zum Eigenkapitalzuschuss

    Wer Umsatzeinbrüche von über 30 % zu beklagen hatte und sich infolgedessen mit Eigenkapital über Wasser halten musste, kann jetzt auf Kompensationszahlungen durch den Eigenkapitalzuschuss hoffen. Schausteller und Marktleute, denen es nicht vermocht war, ihrem eigentlichen Beruf nachzugehen, profitieren in besonderem Maße von der Hilfe.

  7. Die Neustarthilfe für Soloselbständige

    Bis Ende März haben Soloselbstständige noch die Chance, die Neustarthilfe für Soloselbstständige in Anspruch nehmen. Die Coronahilfe in Höhe von 1.500 € soll Soloselbstständigen, die es während der Coronapandemie besonders schwer hatten, helfen wieder auf die Beine zu kommen. Berechtigt sind alle Selbstständigen, die auch schon vor dem 01. Oktober 2021 selbstständig waren, höchstens eine Teilzeitkraft beschäftigen und die Selbstständigkeit als Haupterwerb ausüben.

  8. Corona-Bonus für Arbeitnehmer

    Ebenfalls bis Ende März lässt sich noch der Corona-Bonus auszahlen. Die Pandemie hat viele Betriebe und die dort Beschäftigen an ihre Grenzen getrieben, jetzt haben Arbeitgeber noch einmal die Chance, ihren Mitarbeitern eine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und somit durch Steueränderungen 2022 Arbeitnehmern etwas Gutes zu tun. Mit dem Corona-Bonus lassen sich bis zu 1.500 € komplett steuerfrei an Arbeitnehmer auszahlen.

  9. Einführung der neuen Grundsteuer

    Grundstückseigentümer aufgepasst: Die Grundsteuer wird demnächst neu berechnet. Die neue Grundsteuer tritt zwar erst ab dem 01. Januar 2025 in Kraft, Auskunft über das eigene Grundstück müssen Eigentümer aber schon recht bald erstatten. Bisher wurde die Grundsteuer unangemessen berechnet, weil auf längst veraltete Daten zurückgegriffen wurde. Mit dieser neuen Berechnung versucht der Staat allerdings nicht neue Geldquellen zu erschließen, da die Summe der gezahlten Grundsteuer insgesamt gleich bleiben soll. Letztlich werden viele Grundstückseigentümer sparen können, während andere nun den fairen Preis für ihr Grundstück zahlen müssen.

  10. Tabakwaren werden teuer

    Ab 2022 werden Tabakwaren aller Art (Zigarettentabak, Wasserpfeifentabak, Feinschnitt) höher besteuert. Das gilt auch für sogenannte Heat-not-Burn-Produkte und ab dem 01. Juli auch für E-Zigaretten, diese müssen dafür nicht einmal Nikotin enthalten. Bis 2026 wird die Steuer auf Produkte dieser Art schrittweise erhöht.

Beratung zu den neuen Steueränderungen

Haben Sie Fragen oder interessieren Sie sich zu Steueränderungen in einer spezifischen Situation? Zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren. Ich berate Sie gerne! Hier geht es direkt zur Kontaktaufnahme.




Grundsteuer: Neues Bundesmodell

Was ist die Grundsteuer?

Die Grundsteuer betrifft jegliches Baueigentum und wird unabhängig vom Eigentümer berechnet. Die Höhe der Steuern wird durch den Grundstückswert bestimmt und ist jedes Jahr aufs Neue fällig.

Wofür ist die Grundsteuer gedacht?

Grundstückseigentümer, egal ob bebaute oder unbebaute Grundstücke, leisten mit der Steuer Ihren Beitrag für die jeweilige Kommune. Die steuerlichen Einnahmen sind eine große Einnahmequelle für die Gemeinden und finanziert unter anderem die regionale Infrastruktur.

Welche Arten der Grundsteuer gibt es?

Man unterscheidet zwischen der Grundsteuer A für agrarische Grundstücke der Land- und Forstwirtschaft und der Grundsteuer B für bebaute oder bebaubare Grundstücke. In Planung ist auch eine Grundsteuer C speziell für baureife und unbebaute Grundstücke. Diese geplante Art soll im Gegensatz zu Grundsteuer A und B aus politischer Sicht zur Deckung des Wohnraumbedarfes beitragen.

Die Grundsteuerreform – Warum jetzt Neuerungen zur Grundsteuer?

Schon Mitte 2018 erklärte das Bundesverfassungsgericht die Einheitsbewertung für verfassungswidrig – doch warum? Bisher wurde die Grundsteuer anhand von Steuermessbeträgen ermittelt, die wiederum anhand von Einheitswerten berechnet wurden. Diese Wertverhältnisse sind nicht mehr aktuell, weil sich die daraus resultierenden Werte in den letzten Jahrzehnten sehr unterschiedlich entwickelt haben, ohne dass sich die Beträge änderten. Durch diese steuerliche Ungleichbehandlung wird der allgemeine Gleichheitssatz völlig missachtet.

Wie berechnet sich die Grundsteuer?

Bisher wurde der Grundsteuersatz aus dem Einheitswert, der Grundsteuermesszahl und dem kommunalen Hebesatz berechnet. Diese Faktoren erklären sich wie folgt:

  • Der Einheitswert ist die Bemessungsgrundlage (laut dem Bewertungsgesetz) für Grundstücke. Dieser liegt dem Verkehrswert meistens nicht wirklich nah und daher dem tatsächlichen Wert nicht wirklich. Vorgegeben wird dieser Wert vom zuständigen Finanzamt, doch wie wird der Wert berechnet? Bei unbebauten Grundstücken wird dieser Wert aus dem Bodenwert mal der Quadratmeteranzahl berechnet. Bei bebauten Grundstücken allerdings kommt das Ertragswertverfahren oder das Sachwertverfahren (wenn die Jahresrohmiete nicht berechnet werden kann), zum Einsatz.
  • Die Steuermesszahl wird dagegen von der Bundesregierung festgesetzt. Der Wert gibt an, wie viel prozentual von Einheitswert steuerpflichtig ist. Berechnungsgrundlage sind hier der Zweck des Grundstücks und das jeweilige Bundesland. Diese Zahl liegt in dem Bereich zwischen 0,26 % und 1 %.
  • Der kommunale Hebesatz (oder auch Grundsteuer-Hebesatz) wird durch den Gemeinderat einer jeweiligen Kommune vorgegeben. Dieser ist bei der Grundsteuer B meist etwas höher als bei der Grundsteuer A.

Nun soll im Rahmen der Grundsteuerreform das Bewertungsverfahren und besonders die Berechnung des Einheitswertes vereinfacht werden. Es sollen bei der Bewertung jetzt nur noch weniger Kriterien hinzugezogen werden wie die Grundstücksfläche, der Bodenrichtwert, die Art der Immobilie, das Alter des Gebäudes und die Mietniveaustufe.

Dadurch dass die Grundsteuer neu berechnet wird, soll das Steueraufkommen allerdings nicht steigen, also keine höhere Grundsteuer generell, sondern nur fairer bemessen werden. Um zu verhindern, dass es ansteigt, werden Steuermesszahl und Hebesätze von den Zuständigen gesenkt.

Wann müssen Grundstücke neu bewertet werden?

Bis zum 31. Oktober 2022 sollen dank des Ende 2019 verabschiedeten Bundesmodell alle Eigentümer ihr Grundstück nach der Grundsteuerreform neu bewertet und ihre entsprechende Steuererklärung mit dem neuen Grundsteuerwert abgegeben haben.

Das gesamte Verfahren der Bemessung und Neubewertung soll auf einer auf die neue Grundsteuererklärung angepassten digitalen Online-Plattform stattfinden. Von dort aus werden die neuen Werte für das Finanzamt übermittelt.

In Zukunft soll mit der Reform die Grundsteuer in ganz Deutschland einheitlich erhoben werden. Jedes Bundesland hat die Möglichkeit, durch eine Öffnungsklausel ein eigenes Grundsteuermodell zu verwenden, in NRW (Nordrhein-Westfalen) ist das allerdings nicht der Fall.

Diese Neubewertung werden zum Großteil wir Steuerberater bearbeiten, da das Verfahren und alle rechtlichen Aspekte dennoch ziemlich umfangreich und komplex sind. Damit Sie nicht ein ungenaues Steueraufkommen aus einem Grundsteuer Rechner als Referenz heranziehen, sondern alle Vorgaben der Grundsteuerreform beachten und umsetzen, stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite bei der korrekten Berechnung Ihrer jährlichen Grundsteuer. 

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Steuererleichterungen auf Grund der Corona-Krise

Seit März und April 2020 hat Corona (SARS-CoV-2) nicht nur im Gesundheitssystem für große Probleme gesorgt, sondern hat auch wirtschaftlich bei vielen Unternehmen seine Spuren hinterlassen. Der Themenbereich der Unterstützung für wirtschaftlich Betroffene der Covid-19-Pandemie ist groß. Uns erreichen viele Fragen zu Corona-Soforthilfen und zur steuerlichen Behandlung von Besonderheiten wie Kurzarbeit und Überbrückungshilfen. Betroffene Unternehmen und auch Privatpersonen steigen nicht mehr richtig durch und die Corona-Auswirkungen sind groß. Wir haben hier einen kurzen Überblick über einige steuerlichen Erleichterungen für Steuerpflichtige wegen der Corona-Pandemie zusammengefasst. Diese Erleichterungen sind für den Ausgleich von unmittelbaren wirtschaftlichen Schäden im Jahr 2020 und 2021 durch die Corona-Krise gedacht. Das Konstrukt ist sehr umfangreich, weswegen wir Ihnen hier nur einen kurzen Einblick in das Thema geben. Wir beraten Sie gerne detailliert zu diesem Thema.

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Überblick über die möglichen Steuererleichterungen

Zinsfreie Stundung von bis dahin fälligen Steuern

Von der Corona-Krise betroffene können bis zum 30.06.21 einen Antrag auf eine zinslose Stundung von bis dahin fällig werdenden Steuern stellen. Dazu zählen beispielsweise die Einkommensteuer, Körperschaftssteuer, Umsatzsteuer, Kirchensteuer und auch der Solidaritätszuschlag. Im vereinfachten Verfahren können die Steuern bis Ende September gestundet werden. Der Antrag kann allerdings erst nach der Festsetzung der jeweiligen Steuern gestellt werden. Dieser Prozess unterliegt allerdings strengen Voraussetzungen, anhand derer der kausale Zusammenhang mit der Corona-Krise erkennbar ist. Eine Verlängerung der Stundung ist unter bestimmten Voraussetzungen unter einer Ratenzahlungsvereinbarung möglich.

Vollstreckungsrechtliche Erleichterung

Eine weitere Steuererleichterung ist die vollstreckungsrechtliche Erleichterung, die Sie ebenfalls bis zum 30.06.21 beantragen können. Dadurch kann von der Vollstreckung der Steuern, die bis zu diesem Datum fällig geworden sind, abgesehen werden, und zwar ebenfalls bis Ende September. Dieser Prozess wird Vollstreckungsaufschub genannt. Auch hier zählen dazu beispielsweise die Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer, Umsatzsteuer, Kirchensteuer und ebenfalls der Solidaritätszuschlag. Im Zeitraum zwischen dem 19.05.20 und dem 30.09.21 können demnach Säumniszuschläge erlassen werden. Auch hier gibt es die Möglichkeit der Ratenzahlungsvereinbarung bei einer Verlängerung des Vollstreckungsaufschubes einschließlich dem Erlass der Säumniszuschläge. Dabei gelten die Grundsätze der Nachweispflichten für Vollstreckungsaufschüben.

Herabsetzung der Steuervorauszahlung

Wenn absehbar ist, dass der Gewinn aufgrund von sinkenden Umsätzen durch die Corona-Krise deutlich geringer ausfällt als angenommen, kann eine Steuervorauszahlung durch das Finanzamt herabgesetzt werden. Die Herabsetzung betrifft sowohl die Einkommens- als auch die Körperschaftssteuer inklusive des Solidaritätszuschlags und gewissen Fällen auch die Kirchensteuer. Außerdem betrifft es den Gewerbesteuermessbetrag zum Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlung. Um die Herabsetzung genehmigen zu lassen, müssen Sie einen Antrag stellen, um die Notwendigkeit für Ihr Unternehmen und dem Zusammenhang mit Corona zu begründen. Zu beachten ist hier unbedingt, ob die Einkünfte im laufenden Jahr wieder ansteigen.

Geminderte Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung

Es gibt eine Möglichkeit, die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung für die Dauerfristverlängerung bei der Umsatzsteuer gemindert festsetzen zu lassen. Dieses Unterfangen gilt für die Umsatzsteuer für das Jahr 2021. Die laufenden Vorauszahlungen können dabei teilweise bis ganz, also sogar bis auf 0€, festgesetzt werden. Die Dauerfristverlängerung bleibt auch dabei bestehen. Generell sollen die Finanzämter bis zum 31.12.21 von der Festsetzung nachträglicher Steuervorauszahlungen absehen, für Steuerpflichtige, die von der Corona-Krise wirtschaftlich betroffen sind. Sie müssen beachten, dass Sie dem zuständigen Finanzamt mitteilen müssen, falls Ihre Einkünfte 2021 positiver ausfallen als erwartet, damit die Vorauszahlungen dementsprechend angepasst werden können. Das ist dafür gedacht, dass Sie damit hohe Abschlusszahlungen für 2021 vermeiden können.

Wenn Sie zu einem dieser Themen oder auch zu anderen steuerlichen Themen zum Coronavirus Fragen haben, beantworten wir Ihnen diese gerne. Wir kümmern uns um Ihr Anliegen vom nicht klaren vorläufigen Verlustrücktrag bis hin zur zinsfreien Karenzzeit. Sprechen Sie uns einfach auf Ihr persönliches Anliegen an und wir versuchen gemeinsam steuerliche Maßnahmen zu ergreifen, um für Sie das Beste rauszuholen.

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Einkommenssteuererklärungspflicht bei Kurzarbeit

1 Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld

1.1 Aus Arbeitgebersicht

1.1.1 Doch wie melden Sie Kurzarbeit an?

1.2 Aus Arbeitnehmersicht

2 Bei Kurzarbeit: Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung 2020

2.1 Voraussetzungen für die Pflicht

2.2 Besonderheiten dieser Einkommenssteuererklärung

Im Jahr 2020 haben Millionen Menschen aufgrund der Corona-Krise nur noch Kurzarbeitergeld verdient. Das hat vielen Unternehmen geholfen, durch die Krise zu kommen, ohne viele Mitarbeiter entlassen zu müssen. Im April 2020 waren es laut Statista sogar über 6 Millionen Beschäftigte, die in Deutschland Kurzarbeitergeld bezogen. Steuerpflichtige Arbeitnehmer, die noch nie zuvor eine Steuererklärung abzugeben hatten, kamen dadurch oft in die Pflicht, dies dieses Jahr tun zu müssen.

Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld

Die sogenannte Kurzarbeit entsteht, wenn nicht genug Arbeit da ist, für eine komplette Auslastung der potenziellen Produktivität. Es gibt viele Voraussetzungen, die im Betrieb erfüllt sein müssen, um die Angestellten auf Kurzarbeitergeld einzustufen. Dazu zählt beispielsweise, dass mindestens 10% der Mitarbeiter mehr als 10% Entgeltausfall haben müssen. Außerdem müssen dafür in den meisten Fällen natürlich alle Überstunden abgebaut sein. Diese Festlegung gilt bis 31.12.21, wenn der Arbeitnehmer bis Juni 21 Kurzarbeitergeld erhalten hat.

Aus Arbeitgebersicht

Dem Betrieb wird ein Teil der Kosten des Entgelts für die Beschäftigten ersetzt. Zudem werden sogar Sozialversicherungsbeiträge (abzüglich der Arbeitslosenversicherung) pauschal zu 50% (vom 01.01.21 – 30.06.21) oder 100% (01.07.21 – 31.12.21) erstattet. Als Betrieb kann Kurzarbeitergeld bis zu 2 Jahre lang erhalten werden, außer es liegt eine Unterbrechung von mindestens 3 Monaten vor, dann beginnt die Zeitrechnung neu.

Doch wie melden Sie Kurzarbeit an?

  1. Bei Ihrer zuständigen Arbeitsagentur muss ein Formular ausgefüllt werden, damit bestimmt werden kann, dass in Ihrem Betrieb Kurzarbeit notwendig ist. Dann wird geprüft, ob Sie dafür zulässig sind, also alle Voraussetzungen erfüllen.
  2. Sie müssen weiterhin sowohl Gehälter für geleistete Arbeitsstunden als auch das Kurzarbeitergeld zahlen.
  3. Jeden Monat müssen Sie dann die Erstattung des Kurzarbeitergeldes beantragen. Wenn der Antrag bewilligt wird, wird Ihnen das entsprechende Geld für den vergangenen Monat ausgezahlt.

Aus Arbeitnehmersicht

Das Kurzarbeitergeld soll einen Verdienstausfall möglichst ausreichend ausgleichen. Zudem ermöglicht es den Betrieben, wie schon erwähnt, Sie als Arbeitnehmer zu halten. Für Sie als Angestellten bedeutet die Situation, dass die regelmäßige Arbeitszeit gekürzt wird und Sie somit auch weniger verdienen. Die Summe des Kurzarbeitergehalts hängt von Ihrem normalen Netto-Einkommen ab.

Beschäftigte bekommen ca. 60% ihres Netto-Einkommens als Kurzarbeitergeld. Ab dem 4. Monat kann sich das Kurzarbeitergeld erhöhen, auf 70%, allerdings nur, wenn der Entgeltausfall mindestens 50% beträgt. Ab dem 7. Monat wird es dann noch mal um 10% aufgestockt. Angestellte mit Kindern bekommen ein etwas höheres Kurzarbeitergeld, es besteht jeweils 7% mehr Anspruch. Die Erhöhung gilt nur, wenn die Beschäftigten spätestens im März 2021 erstmalig Kurzarbeitergeld gezogen haben, sowie nach einer Unterbrechung von mindestens 3 Monaten nach April.

Bei Kurzarbeit: Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung 2020

Sie brauchten nie eine Steuererklärung abzugeben? Wenn im Jahr 2020 Kurzarbeitergeld bezogen wurde, kann die Abgabe in 2021 für betroffene Arbeitgeber verpflichtend sein. Daher möchten wir Sie hier kurz aufklären, wann das der Fall ist und was Sie beachten müssen.

Voraussetzungen für die Pflicht

Wenn Sie im Jahr 2020 Lohnersatzleistungen von über 410€ erhalten haben, müssen Sie dieses Jahr die Steuererklärung 2020 abgeben. Die Abgabe muss dann bis zum 02.08.21 bei Ihrem zuständigen Finanzamt erfolgen. Mittlerweile geht die Übermittlung einfach und unkompliziert online über „Mein ELSTER„. Was allerdings nicht so einfach ist, ist die Erstellung der Steuererklärung, wenn Sie noch nie eine abgeben mussten. Dabei unterstützen wir Sie gerne, die steuerliche Auswirkung im Blick zu behalten, damit Sie steuerlich das Beste aus der Situation für sich rausholen können. Eine Steuernachzahlung lässt sich womöglich nicht verhindern allerdings kann es förderlich sein, alle Faktoren zu kennen, um die steuerliche Belastung zu optimieren.

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Besonderheiten dieser Einkommenssteuererklärung

Wenn eine Lohnersatzleistung gezahlt wird, ist sie bis zu einer bestimmten Summe steuerfrei. Das gleiche gilt übrigens auch für andere Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld, Transfer- sowie Saison-Kurzarbeitergeld. Es handelt sich dabei in der Regel um steuerfreies Einkommen. Damit Sie sich nicht wundern, wieso es sein kann, dass Sie etwas nachzahlen müssen, erklären wir im folgenden Abschnitt die Ursache.

Wenn allerdings Arbeitslosengeld (nach dem SGB III), Elterngeld, Krankengeld oder andere Entschädigungen für den Verdienstausfall nach dem Infektionsschutzgesetz hinzukommen, handelt es sich um den Progressionsvorbehalt. Diese Leistungen werden demnach bei der Ermittlung des Steuersatzes mit einbezogen. Dieser berechnete Steuersatz wird dann auf die tatsächlich steuerpflichtigen Einkünfte angewendet und in der Einkommensteuer gewichtet, also das ohne die jeweiligen Lohnersatzleistungen. Durch diese Berechnung kann sich ein höherer Steuersatz ergeben, der auf das zu versteuernde Einkommen angewendet wird. Es kann dadurch für Sie zu einer Nachzahlung an das Finanzamt kommen.

Wir hoffen, dass wir die meisten häufigen Fragen in diesem kurzen Überblick klären konnten. Durch die Corona-Pandemie sind für die Einkommenssteuererklärung einige Aspekte hinzugekommen, die beachtet werden müssen. Gemeinsam können wir Ihre steuerliche Belastung im Blick behalten und Ihre steuern trotz Kurzarbeitergeld optimieren.

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Mehr Elterngeld durch einen Steuerklassenwechsel erzielen

Verheiratete Paare, die ein Kind erwarten, können durch einen Wechsel der Steuerklasse viel Geld einsparen und sogar ein höheres Elterngeld erzielen – und das ganz legal. Wichtig ist, dass der Steuerklassenwechsel vor der Geburt durchgeführt wird. Wie der Spar-Trick genau funktioniert und was dies für Auswirkungen haben kann, erfahren Sie im weiteren Blogeintrag.

Die Steuerklassen

Bevor wir Ihnen den Trick mit dem Steuerklassenwechsel erklären, wollen wir zunächst kurz über die Steuerklassen selbst sprechen. Jeder Arbeitnehmer in Deutschland wird je nach Familienstand in eine von sechs Lohnsteuerklassen zugeordnet. Diese Zuordnung erfolgt durch das Finanzamt. Die Lohnsteuerklasse 1 wird automatisch Alleinstehenden zugewiesen. Alleinerziehende werden der Lohnsteuerklasse 2 zugeordnet. Haben Arbeitnehmer jedoch mehrere Jobs, bekommen diese für den zweiten Job Steuerklasse 6 zugeordnet. Verheiratete Paare können zwischen drei Kombinationen der Lohnsteuer aus den Klassen 3, 4 und 5 wählen. Wenn ein Partner mehr als der andere verdient, sollte derjenige, der mehr verdient, in Steuerklasse 3 sein und der geringer verdienende Partner sollte in Steuerklasse 5 sein. Verdienen Partner ungefähr gleich viel, können zwei Mal die Steuerklassen 4 kombiniert werden. Die letzte Kombination besteht aus Steuerklasse 4 und der Steuerklasse 4 mit Faktor. Hierdurch können Steuernachzahlungen vermieden werden.

Wie Sie Steuern durch einen Wechsel der Lohnsteuerklasse einsparen

Ein Wechsel der Lohnsteuerklasse ist gerade vor einer Geburt sehr sinnvoll. Denn so kann das Elterngeld erhöht werden. Eltern- und Mutterschaftsgeld richten sich nach dem Nettoverdienst der letzten zwölf Monate vor der Geburt. Hierbei wird der Nettoverdienst des Elternteils berücksichtigt, der die Kinderbetreuung überwiegend übernimmt. Daher sollte der Elternteil, der nach der Geburt zu Hause bleibt und Elterngeld beziehen wird, in eine günstigere Steuerklasse wechseln. Denn je höher das Nettoeinkommen ist, desto höher wird auch das Elterngeld berechnet. Zwar muss bedacht werden, dass in der ersten Zeit nach dem Wechsel weniger Nettoeinkommen für das Paar zur Verfügung steht. Allerdings kann dies im Nachhinein durch Steuererklärungen ausgeglichen werden.

Was Sie sonst noch wissen müssen

Um die Steuerklasse wechseln zu können, müssen Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt den „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten“ ausgefüllt vorlegen. Damit der Wechsel gelingt, muss der Antrag sieben Monate vor dem Monat, in dem der Mutterschutz beginnt, beantragt werden. Gesetzlich wurde der Steuerklassen-Trick schon 2009 vom Bundessozialgericht anerkannt. Allerdings hat eine Gesetzesänderung 2013 dafür gesorgt, dass der Steuerklassenwechsel zur Erhöhung des Elterngeldes erschwert wurde. Wir beraten Sie gerne zu Ihrer persönlichen Situation in unserem Essener Büro.




Steuerrechtliche Beratung

Im Verlauf unserer Tätigkeit als Steuerberater merken wir, dass Personen immer wieder kleine Fragen zu steuerlichen Themen haben. Das sind meistens Fragen, die mit zwei bis drei Sätzen beantwortet werden können. Wir haben es zur Aufgabe gemacht, Steuerfragen für Sie zu beantworten. Es ist nicht immer ein Rechtsanwalt nötig, wenn es um rechtliche Fragen geht, unsere Mandanten können uns gerne zu allen möglichen Belangen befragen, die sie aus rechtlicher Sicht interessieren.

Gerne beantworten wir Ihnen Fragen zu verschiedenen Themenbereichen aus dem Steuerrecht per Mail, telefonisch oder auch während der Beratung in unserer Kanzlei. Wir beraten dahingehend zu einigen Themenbereichen rund um die Steuererklärung und zu steuerrechtlichen Themen, die ich hier in diesem Rahmen kurz erläutere.

Rechtsformwahl

Da jede Rechtsform Vor- und Nachteile mit sich trägt, gehen wir jede einzelne mit Ihnen durch. Dazu zeigen wir voraussichtliche Kosten auf, die mit einer Gründung und in den folgenden Jahren entstehen können. Zusätzlich geben wir Hinweise zur Umsatzsteuer, privaten Haftungen, der Steueroptimierung und wie Sie sparen können, auch das gehört zu einer soliden Steuerberatung.

Die Wahl der Rechtsform ist eines der ersten Themen bei der Gründung bzw. dem Start in die Selbstständigkeit. Einem guten Steuerberater können Sie sich schon vor der Gründung anvertrauen, damit Sie ohne Stolpersteine starten können und mit dem richtigen Fundament als Kapitalgesellschaft oder Personengesellschaft erfolgreich werden können, ohne sich selbst Steine in den Weg zu legen. So können bei Beginn schon steuerrechtliche und betriebswirtschaftliche Fragen geklärt werden.

Gestaltung von Verträgen

Verträge sind im allgemeinen Steuerrecht eine wichtige Komponente unserer Dienstleistung. Unsere Rechtsberatung geht über die Steuererklärung hinaus und somit helfen wir Ihnen ebenfalls gerne in diesem schwierigen Thema weiter. Verträge sind eine wichtige Grundlage Ihrer geschäftlichen Tätigkeit und gleichzeitig auch eine heikle Angelegenheit, bei der viele Kleinigkeiten zu beachten sind und alles genau durchdacht sein sollte.

Wenn Sie Verträge für Mitarbeiter oder das Finanzamt benötigen, beraten wir Sie gerne. Wir lesen bestehenden oder entstehenden Verträge Ihrer Firma gerne durch und nehmen diese unter die Lupe. Auf Wunsch können auch wir als Steuerberater die Gestaltung der Verträge in die Wege leiten.

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Bankgespräche

Für die Vergabe eines Kredits ist ein Gespräch mit dem Bankberater notwendig. Es ist nicht immer einfach, einen Kreis zu bekommen, es spielen viele Aspekte mit ein. Bevor Sie einen Anwalt einschalten oder sonstige Hilfen beanspruchen, um den Kredit zu bekommen, sollte Ihr Steuerberater der erste Ansprechpartner sein.

Wir prüfen gerne vorab, manchmal auch als kostenlose Ersteinschätzung, ob Sie das Recht auf einen Kredit haben bzw. mit welcher Kredithöhe Sie rechnen können und rechnen dabei natürlich Steuervermeidung mit ein. Hierbei geben wir wichtige Tipps für das Gespräch, damit Sie sich und Ihr Unternehmen gut präsentieren. Gerne begleiten wir Sie zu einem Gespräch mit Ihrer Bank. So haben Sie einen kompetenten Berater an Ihrer Seite.

Betriebsprüfung

Nimmt das Finanzamt eine Außenprüfung vor, erhalten Sie im Vorfeld ein Schreiben mit dem Hinweis, dass Sie geprüft werden. Es geht dabei um Gewinn, die Buchhaltung, das Einkommen und viele weitere Aspekte, an die Sie vor der Prüfung denken sollten, damit Sie genau wissen, wo Sie stehen. Damit alles glatt läuft, sollte diese Prüfung vorbereitet werden. Wir führen im Vorfeld eine kompetente Beratung durch und bereiten Sie im Gespräch auf eine solche Prüfung vor. Auf Wunsch sind wir gerne mit dabei und stehen Ihnen zur Seite.

Allgemeine Steuerinformationen | Neuerungen
Die aktuelle Rechtslage ändert sich im Steuergesetz regelmäßig. Da den Überblick zu behalte, während Sie ein Unternehmen führen, ist fast unmöglich. Konzentrieren Sie sich lieber auf das wesentliche, denn wir informieren unsere Mandanten regelmäßig über wichtige Änderungen im Steuerrecht.

Steuergestaltung

Optimal ist die Steuergestaltung immer dann, wenn der Steuerpflichtige so wenig wie möglich an Steuern zahlen muss. Gibt es zum Beispiel Freibeträge, die nicht richtig ausgeschöpft wurden? Ein Augenmerk haben wir dabei stets auf die Ziele und Wünsche unserer Mandanten. Denn nur, wenn alle Aspekte und Ausgaben berücksichtigt werden, können Ihre Steuerbelange komplett optimiert werden und Ihr Gewinn hoch bleiben.

Sanierungsberatung

Ist das Unternehmen in oder kurz vor der Krise setzen wir uns mit dem Unternehmer zusammen. Eine Unternehmensanalyse wird erstellt. Anschließend arbeiten wir ein Konzept aus, welches den Weg aus der Krise bringen wird. Bei einer dauerhaften Betreuung können wir als Steuerberater finanzielle Krisen oftmals schon früh erkennen und Ihnen helfen gegenzuarbeitend.

Vermögensübertragung / Nachfolgeregelung

Einen Nachfolgen oder eine gute Lösung für die Zukunft des Unternehmens zu finden kann eine schwierige Aufgabe sein. Wir unterstützen unsere Mandanten sehr gerne bei der Entscheidung und berechnen alle Faktoren mit ein.

Wir nehmen uns Zeit und erarbeiten eine Strategie, welche die optimale Lösung für den Mandanten ist. Je eher Sie uns ansprechen, desto besser können Freibeträge ausgenutzt werden und desto mehr Spielraum haben wir bei der steuerlichen Ausgestaltung der Durchführung.

In unserem Beruf geht es nicht nur um die Steueroptimierung. Wie Sie hier erfahren konnten, gehört viel mehr zu dem Bereich Steuerrecht. Angelegenheiten zu den zuständigen Finanzbehörden, dem richtigen Gehalt für Ihre Mitarbeiter, Belange eines Wirtschaftsprüfers, Möglichkeiten des internationalen Steuerrechts, Inhalte der Abgabenordnung sowie das besondere Steuerrecht gehören zu den Aufgaben eines Steuerberaters. Das Steuerrecht ist sehr vielfältig und umfasst einige Bereiche, die Sie als Unternehmer betreffen. Wir sind Ihr zuverlässiger Partner, sowohl wenn es um die Besteuerung geht als auch bei anderen steuerrechtlichen Anliegen.




Steuerberatung und Lohnbuchhaltung

In der Lohnbuchhaltung fällt eine Vielzahl von Arbeiten an, die der Unternehmer zu bewältigen hat. Mitarbeiter in der Lohnbuchhaltung sind in den Bereichen des Sozialversicherungs-, Arbeits- und Lohnsteuerrecht, sehr gefordert, da sich die Gesetzeslage oft ändert. Die ständige Fortbildung für die Mitarbeiter in der Lohnbuchhaltung ist darum unerlässlich. Für den Arbeitgeber bedeutet das wiederum höhere Kosten, die durch die Fortbildungen entstehen. Bei wenig Personal kann es passieren, dass Mitarbeiter plötzlich krank werden und die Lohnbuchhaltung große Anstrengungen unternehmen muss, um die wichtigen Aufgaben rechtzeitig zu erledigen.

Für kleine Unternehmen ist es sinnvoll die Arbeiten der Lohnbuchhaltung auszulagern. Aus Kostengründen, aber auch aus dem Grund der Arbeitserleichterung. Wir bieten unseren Mandanten deshalb an, einige Teile oder die gesamte Lohnbuchhaltung für Sie zu übernehmen.

DSC_6257hellerVorteile auf einen Blick

  • weniger Fixkosten durch weniger Personal
  • durch die Spezialisierung sind wir mit den Arbeiten routinierter
  • Kosten, durch aufwendige Lohnbuchhaltungssoftware entfällt

Im Rahmen der Lohnbuchhaltung übernehmen wir viele Aufgaben. So zum Beispiel:

Gestaltung von Arbeitsverträgen

Wir gestalten für Sie Arbeitsverträge nach Ihren Anforderungen und machen Sie auf Besonderheiten aufmerksam. Außerdem stehen wir Ihnen für Fragen zum Arbeitsrecht jederzeit zur Verfügung.

Gesetzliche Meldungen

Die Meldungen, die Gesetzgebung im Rahmen der Meldungspflicht gesetzlich vorgeschrieben sind, führen wir für Sie durch. Das können Meldungen an das Finanzamt, Arbeitsamt, Krankenkassen oder Sozialversicherungsträger sein.

Stammdatenpflege

Wir pflegen für Sie die Stammdaten Ihrer Mitarbeiter. Einige Daten der Mitarbeiter sind besonders wichtig für die Lohnsteuerabrechnung. Wir machen Sie darauf aufmerksam, wenn wichtige Daten fehlen sollten.

Lohnabrechnung

Die Mitarbeiter erhalten regelmäßig eine entsprechende Lohnabrechnung. Hier kann der Mitarbeiter nachvollziehen, welche Lohnabzüge er im Monat hat und wie hoch diese sind. Wir führen für Sie die Jahreskonten, erstellen Lohnabrechnungen und Buchungsbelege. Auf Wunsch können wir die Überweisungsträger für Sie vorbereiten und die Lohnabrechnungen direkt an Ihre Mitarbeiter zusenden.

Bei der Abrechnung berücksichtigen wir immer die individuelle Situation der Mitarbeiter. Wir berücksichtigen und berechnen dabei unter anderem:

  • Zuschüsse wie das Mutterschaftsgeld
  • Berechnung von Steuer- und Sozialverischerungsbeiträgen
  • Bezüge wie Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld
  • eventuell anfallende Provisionen
  • betriebliche Altersversorgung
  • Verpfändungen des Arbeitslohns
  • geldwerte Vorteile aller Art
  • Abfindungen

Datenschutz

Besonders viel Wert legen wir auf den Datenschutz. Unternehmen fürchten, Ihre Zahlen anderen externen Unternehmen offen legen zu müssen. Das müssen Sie aber nicht. Dafür gibt es das Datenschutzgesetz. Welches unter anderem verbietet sensible Daten weiter zu geben. Wir gehen dabei noch einen Schritt weiter und speichern elektronische Daten so ab, dass es für fremde Personen nicht möglich ist, auf sie zuzugreifen.




Betriebliche und private Steuererklärung

Bei betrieblichen oder privaten Steuererklärungen achten wir für unsere Mandanten besonders auf die geringe Bearbeitungszeit und Termintreue. Selbst wenn eine Steuererklärung kurzfristig erstellt werden muss, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

DSC_6204Private Steuererklärung

Insbesondere bei der Einkommensteuererklärung setzen wir uns voll für unsere Mandanten ein. Ziel ist immer die Steuerlast so gering wie möglich zu halten. Dazu nutzen wir alle legalen Möglichkeiten, die uns die Gesetze bieten. Zuerst schauen wir uns die individuelle Situation des Steuerpflichtigen an. Danach nehmen wir Werbungskosten und Sonderausgaben unter die Lupe und berücksichtigen diese bei der Steuererklärung.

Im Rahmen der privaten Steuererklärung beachten wir andere Einkünfte wie Kapitalvermögen, sonstige Einkünfte und schöpfen eventuell vorhandene Freibeträge aus. Außerdem unterstützen wir bei der Wahl einer möglichen günstigeren Steuerklasse. Bei der Steuererklärung werden zusätzlich Erbschaften und Schenkungen, Grunderwerb sowie vieles mehr berücksichtigt.

Nach Erhalt des Steuerbescheides ist unsere Arbeit aber noch nicht getan. Eingehende Steuerbescheide werden auf Richtigkeit geprüft. Sollte ein Steuerbescheid falsch sein, so legen wir für Sie Einspruch ein.

Betriebliche Steuererklärung

Unternehmen haben beim Finanzamt oft mehrere Erklärungen abzugeben.

Körperschaftsteuererklärung

Für GmbHs und kleine Aktiengesellschaften berechnen wir die Körperschaftsteuer. Hierfür rechnen wir den Handels- und Steuerbilanzgewinn aus und berücksichtigen verdeckte Gewinnausschüttungen.

Gewerbesteuererklärung

Wir errechnen mit Hilfe des Hebesatzes und der Rechtsform die anfallende Gewerbesteuer, die wir anschließend in der Gewerbesteuer angeben.

Umsatzsteuererklärung

Unter Zuhilfenahme der Umsatzsteuervoranmeldung erstellen wir die Umsatzsteuererklärung, die wir dann an das zuständige Finanzamt weiterleiten.

Kapitalertragssteuer

Beim Verkauf von Unternehmensanteilen müssen die Erträge bis zum 10. des Folgemonats an das zuständige Finanzamt gemeldet werden. Wir weisen sie auf die Frist hin und führen die Meldung an das Finanzamt durch.

Alle Steuerbescheide, die betriebsbedingt sind, werden von uns wie die privaten Steuerbescheide auf Richtigkeit kontrolliert.